Tierärzte ohne Grenzen e.V.
Das Projekt ist Teil eines internationalen Engagements, das neben Kenia auch Maßnahmen in Äthiopien, Südsudan und Uganda umfasst.
Bekämpfung der Tollwut in Kenia
Die proWIN pro nature Stiftung unterstützt den Verein Tierärzte ohne Grenzen e. V. mit einem Förderbeitrag in Höhe von 20.000 € bei der Bekämpfung der Tollwut in Kenia. Das Projekt ist Teil eines internationalen Engagements, das neben Kenia auch Maßnahmen in Äthiopien, Südsudan und Uganda umfasst.
Hintergrund
Tollwut ist eine der tödlichsten Infektionskrankheiten weltweit: Alle neun Minuten stirbt ein Mensch an den Folgen der Krankheit. In Afrika werden jährlich rund 21.000 Todesfälle verzeichnet – etwa 40 % davon betreffen Kinder. Allein in Kenia führt Tollwut jährlich zu rund 2.000 Todesfällen. Die Krankheit ist jedoch vermeidbar: Durch konsequente Impfmaßnahmen bei Hunden – dem Hauptüberträger – kann die Ausbreitung effektiv eingedämmt werden.
Projektziel und Maßnahmen
Ziel des Projekts ist es, die Tollwut in Kenia langfristig und nachhaltig zu reduzieren. Dafür setzt Tierärzte ohne Grenzen e. V. auf mehrere zentrale Maßnahmen:
- Durchführung von Massenimpfungen von Hunden in Hochrisikogebieten
- Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in Gemeinden
- Informationskampagnen an öffentlichen Orten wie Schulen, Kirchen und Märkten
- Nutzung von Medien zur breiten Bewusstseinsbildung
Durch diese groß angelegten Impfkampagnen wird die Tollwutprävalenz bei Hunden gesenkt. Gleichzeitig verbessert sich das Wohlergehen der Tiere, während das Infektionsrisiko für den Menschen deutlich reduziert wird. Bereits in der Vergangenheit wurden Tollwut-Projekte des Vereins unterstützt, unter anderem durch Fördermittel in Höhe von 30.000 € im Jahr 2024. Darüber hinaus finanziert sich das Engagement durch die Kampagne „Impfen für Afrika“, die von Tierarztpraxen in ganz Deutschland getragen wird. Mit der Förderung leistet die proWIN pro nature Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung einer vermeidbaren Krankheit – und unterstützt gleichzeitig den Schutz von Mensch und Tier in besonders betroffenen Regionen der Welt.
Fotos: Tierärzte ohne Grenzen e. V.